Der Herbst als Übungsfeld - was die Jahreszeit mit deiner Yogapraxis macht.
Irgendwann im September ändert sich das Licht,. Es wird tiefer, wärmer in der Farbe, kürzer in der Dauer. Die Bäume vor dem Yogastudio fangen an, sich zu verfärben, und die Übergänge zwischen den Klassen fühlen sich anders an als im Juli. Man braucht wieder eine Jacke. Und im Studio braucht es wieder mehr Licht. Wer regelmässig auf der Matte steht, merkt das nicht nur draussen - sondern auch an der eigenen Praxis.

Yoga Herbst - der Körper folgt der Jahreszeit, ob wir wollen oder nicht
Im Sommer ist vieles leichter: die Gelenke sind beweglicher, der Kreislauf wacher, der Atem freier. Im Herbst zieht sich gefühlt der Körper zusammen. Nicht dramatisch, aber spürbar - wie die Natur mit ihren Bäumen und Pflanzen, die den Saft nach innen ziehen. Vorbeugen fühlen sich enger an, das Aufstehen aus der tiefen Hocke dauert eine Sekunde länger, die Schultern sinken schneller zurück in die gewohnte Spannung. Das ist keine Verschlechterung. Es ist einfach ein anderer Zustand, mit dem gearbeitet werden will statt gegen ihn - das vielzitierte Maitri, der freundschaftliche Umgang mit sich selbst.
Wer im Herbst genauso übt wie im Juni, wird enttäuscht. Wer stattdessen die Praxis anpasst, findet oft eine feine Tiefe, die im Sommer vielleich tgar nicht zugänglich war.
Was sich in der Praxis verändert
Mehr Erdung & zu sich kommen, weniger Expansion. Wo im Sommer offene, expansive Haltungen vielleicht naheligen, rückt jetzt das Stabile in den Fokus: geerdete Standhaltungen, längere Verweildauer, ruhigerer Atem. Der Boden trägt mehr Gewicht.
Wärem wird zum Thema. Niht nur die Raumtemperatur, auch die innere. Dynamische Sequenzen zu Beginn der STunde, die den Körper aufwärmen, bevor es in die Tiefe geht - das macht im Herbst mehr Sinn als im Hochsomer, wo der Körper von sebst schonwrum ist. Deshalb werden wir wieder vermehrt längere Passagen im Sonnengruss und un in den Flow üben.
Der Atem wird länger.
Mit kürzeren Tagen und mehr Zeit drinnen verändert sich unbemwrkt auch die Atmung. Vielleicht wird sie flacher, hastiger, unvollständiger. Eine bewusste Verlängerung der Ausatmung und iene tiefe EInatmung wirkt dem entgegen. Und dann geht es ja auch darum, unseren Energiekörper für die kommende dunkle Jahreszeit aufzufüllen.
Ankommen, bevor man sich ausrichtet und übt
Der Frühherbst ist die Jahreszeit, in dem "Ankommen" am meisten Sinn macht - und am meisten bringt. Nach einem vollen Sommer, nach Reisen und Fokus im Aussen verlangt der Herbst eine andere Bewegung: nach innen, hin zum Feinen, hin zum langsamen, bewussten Sein.
Es geht auch darum, aus der Fülle des Sommers das mitzunehmen, was nährt und trägt und loszulassen, was zu viel oder zu wenig war, Nicht alles, was der Sommer gebracht hat, tut uns gut, manches war Ablenkung, manches Erschöpfung im Gewand der Leichtigkeit. Der Herbst lädt dazu ein, zu unterscheiden. Im Grunde beginnt die Vorbereitung auf den Winter schon mitten im Sommer: in dem, was wir uns bewahren, und in dem, was wir bewusst zurücklassen.
Übrigens ist das restorative Yin Yoga ist der perfekte Übungsmeister dazu - nicht die perfekte Haltung, sondern ehrlich Annehmen, was sich gerade zeigt.

Wer diesen Übergang bewusster begleiten möchte: Ende Oktober findet im Malcantone, im ursprünglichen Tessin ein mehrtägiges Yogaretreat statt - Zeit und Raum, um genau diese Herbstpraxis vertieft zu erleben, fernab vom Alltag in einem geschützten Rahmen und dem wunderbaren Ambiente der Casa Santo Stefano. Alle Info dazu findest du hier.



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