Was Meditation bewirkt (und was nicht)

Beim Meditieren soll unser Geist zu mehr Gelassenheit und Klarheit gelegen. Das geht ganz ohne Hokuspokus. Neu jeweils am Samstagmorgen von 08.00-08:45 Uhr.


 

Im Buddhismus wird unser Geist als «Monkey-Mind» bezeichnet. Wie ein Affe springt unser Geist und springen unsere Gedanken von Ast zu Ast. Stets in Bewegung, in Action. Das ist die Natur unseres Seins und nicht per se schlecht. Die wahre Kunst aber ist, mit diesen steht in Bewegung seienden Gedanken richtig umzugehen, sie also in eine für sich selbst wohltuende und konstruktive Richtung zu lenken das ist die wahre Kunst. Und das ist, was die Meditation letztlich möchte: Den Geist als mächtiges Wesen zu erkennen und unsere Gedanken zähmen, sammeln und stabilisieren zu lernen.


Der Mensch als Tempel


Der tantrisch inspirierte Hatha-Yoga geht nämlich davon aus, dass unser Menschsein und unsere ganze menschliche Persönlichkeit etwas Wundervolles ist. Körper, Gefühlsleben und Denken werden als Einheit gesehen, als ein wunderbarer Tempel voller Möglichkeiten. Egobezogene Wünsche, Abneigungen, Gefühle des Mangels oder Ungenügens, Widerstände und Vorstellungen von richtig oder falsch sowie das darauf beruhende Handeln aber gestalten diesen Tempel mitunter zu einem Ort dualistischer Gegensätze, Konflikte und Disharmonien.


Die Meditation möchte uns von diesen Dingen befreien und uns zurückführen in ein inneres Gewahrsein. Anders gesagt: Sie möchte uns in den Tempel des klaren, inneren schönen Seins jenseits von Konzepten und Erfahrungen zurückführen und so die innere Vollständigkeit und Klarheit wieder erfahrbar machen.


Den Geist zähmen und negative Denkmuster unterbrechen


Meditation ist letztlich also ein Instrument, das den menschlichen Geist mit seinem ganzen kraftvollen Potenzial bewusst und heilsam zur Entfaltung bringen möchte. Sie befähigt uns z. B. fähig zu werden, das eigene Leben heilsam zu verändern, aus Denkmustern auszubrechen, Belastungen abzuwerfen und auch in der Welt draussen heilsam und konstruktiv zu wirken.


Ich selbst habe Meditation bei verschiedenen Lehrpersonen gelernt und deren heilende Kraft selbst erfahren. Regelmässige Weiterbildungen beglücken mich in dieser Erfahrung. Ein sehr prägendes Erlebnis war die zehntägige Vipassana-Meditation in Indien sowie ein dreitägiges Schweige- und Meditationsseminar in der Schweiz, in der ich während zehn Stunden am Tag geschwiegen und sitzend meine Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit geschult habe.


So konnte ich beispielsweise gewisse negative und letztlich schädigende Denkmuster erkennen und schrittweise überwinden. Ich erfuhr auch, dass es möglich ist, meinen sprunghaften Geist zu zähmen und die Wunder dieser Welt in jedem Moment mit Dankbarkeit zu erkennen.


Ein paar Forschungsergebnisse:


Die Wirkung von Meditation ist hinlänglich erforscht. Ein paar Facts:

  • Der Blutdruck wird gesenkt, das Immunsystem gestärkt und die Durchblutung gefördert. Eine regelmässige Meditationspraxis verbessert die kognitiven Funktionen des Gehirns und vermögen sogar dessen Strukturen zu verändern

  • Meditieren wirkt stresslindernd. Durch die Atmung als integraler Bestandteil der Meditation wird der Parasymphatikus und insbesondere der Vagusnerv stimuliert.

  • Studien der Universität Kyoto, Japan ergaben bei Menschen, die seit längerer Zeit regelmassig meditieren, dass deren graue Substanz im Precuneus, einem Teil des ZNS des Gehirns durch die regelmässige Praxis erhöht wurden. Pointiert formuliert, lassen die Ergebnisse darauf hindeuten, dass wir im Precuneus die Fähigkeit in uns tragen, unser eigenes Glück zu entwickeln und die Meditation eine Möglichkeit ist, dieses selbstwirksam zu leben.


Neu im Yoga Garden: Meditation Saturday!


Aus diesem Grund unterrichte ich neu ein Meditationsstunde am Samstagmorgen von 08:00-08:45 Uhr, vor der regulären Yogastunde. Sie findet ab sofort statt und ist jedermann und jederfrau zugänglich.

Fühle dich frei, diese Pausetaste auszuprobieren.

Kosten: 20.- pro Mal.


Fühl dein Ohm!

Nur Liebe für dich.


Claudia



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