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Über Yoga

Die Ursprünge des Yoga sind in Indien vor ca. 3500 Jahren zu finden. Textlich kann man sie in den Upanischaden verorten, wo der Yoga erwähnt wird und eine Methode beschreibt, welche den Geist beruhigen und das Denken in die Ruhe finden soll, aber auch eine grosse mythische Erfahrung beinhaltet.

Von der Wortbedeutung geht Yoga auf die Wurzel «yui» zurück. Das bedeutet «Vereinigung, Zusammenkommen», aber auch «kontrollieren, meistern». Yoga hat also zwei Bedeutungen. Einmal ist das Zusammenkommen von zwei Aspekten gemeint. Yoga fügt etwas, das getrennt ist, zu einer Einheit zusammen. Je nach Yogatradition können das ganz verschiedene Dinge sein: das individuelle Bewusstsein mit dem höheren Bewusstsein oder auch den Körper und Geist.
 
Die andere Wortbedeutung - «kontrollieren» oder «meistern» - möchte  die Sinne zügeln. Dabei unterscheidet man nicht zwischen Geist und Emotion, beides ist dasselbe, und beides ist gleich sprunghaft, gleich aktiv. Der Yoga regt an, unsere Gefühle und unsere Gedanken, zu kanalisieren und einen Moment zu pausieren.

Hatha Yoga ist eine spezielle Ausprägung des Yoga. Die Bedeutung von «Hatha» ist «Kraft» im Sinne eines Bemühens, einer Anstrengung. Verschiedene Yoga Stile erreichen mit unterschiedlichen Methoden vielfältige Ziele und arbeiten mehrfach spirituell und geistig. Hatha Yoga zielt auf den Körper ab und ist eine Stufe auf dem Weg zum spirituellen Yoga. Das Ziel ist die Gesunderhaltung von Körper & Geist und in der Folge eine zunehmende körperlich-geistige Ruhe, eine Stärkung und Regenerierung der Energien sowie einen Zugang zum eigenen spirituellen Bewusstsein.

Eine Vielfalt an Übungen unterstützen diese Prozesse:
 

ASANAS sind Körperhaltungen, welche die >Yogis häufig mit Namen aus der Natur oder von Tieren versehen haben (Kobra, Berg usw.). Sie bestehen aus Standhaltungen, Gleichgewichtshaltungen, Rückbeugen, Vorbeugen, Drehungen und Umkehrhaltungen. Ananas korrigieren Fehlhaltungen, lindern Verspannungen undschmerzen im Nacken- und Rückenbereich und machen beweglich. Sie Federn so das Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. Asanas bilden die Basis jeder Yoga Praxis.
 
PRANAYAMA sind Atemtechniken, welche den Atem steuern und regulieren. Dadurch wird der Atem bewusster, kräftiger und tiefer erlebt und kann mit den Asanas verbunden werde oder auch als eigenständige Übung stehen. Pranayamas helfen ruhiger zu werden oder auch energetisierter, klären den Geist, fokussieren oder beruhigen diesen. Bewusstes Atmen schenkt Energie, Ausgeglichenheit und fördert die Konzentration.

KRIYAS sind Reinigungen und eine ganz spezielle, sehr alte traditionelle Möglichkeit, den Körper von innen zu reinigen. Dazu gehören sowohl Atemtechniken (Kaphalabhati), aber auch die Nasenspülung (nett) oder Pauli und Agni Sara. im Kundalini-Yoga werden Kriyas als eine bestimmte Abfolge von Übungen bezeichnet.

VINYASA oder KARANA sind Bewegungsabläufe, in denen mehrere Haltungen (Asanas)aneinandergereiht werden. Sie haben den Zweck, den Körper aufzuwärmen und bereiten ihn auch auf komplexe Stellungen vor. Sie regen den Energiefluss an und bewegen viele Gelenke mit. Sie werden mit dem Ein- und Ausatem kombiniert.

MUDRAS sind Hand- und Körpergesten, die eine innere Qualität über den Körper oder die Hand zum Ausdruck bringen möchten. Das kann auch eine Qualität sein, die man noch nicht so spürt, hinter der isch aber ein Wunsch verbirgt. 

MEDITATION ist ein zentrales Anliegen des Yoga. Im «alten» Yoga war Meditation das alleinige Ziel. Man wollte aus dem Kreislauf des irdischen Lebens ausbrechen, das oft als existentiell schwer und leidvoll erlebt wurde. Es gibt unzählige Arten der Meditation. Sie kommt am Schluss einer Yogapraxis, da man damit die Früchte der logischen Tätigkeit ernten möchte.

In unserem Studio unterrichten wir Hatha Yoga eine verschiedenen Ausprägungen. Viniyoga ist eine besondere Art der Anwendung von Hatha Yoga, bei der die Übungen auf die individuellen Übenden angepasst werden und zwar mit Rücksicht auf deren kulturellen Hintergrund, die aktuelle Lebenslage, die persönlichen Bedürfnisse, das Alter und den gesundheitlichen Zustand.

Hatha Yoga Pranaflow ist eine etwas anstrengendere Form des Hatha Yoga, in welchem fliessende Übungssequenzen (Vinyasa) mit lang gehaltenen Körperhaltungen (Asanas)  kombiniert werden. Zwei Yogaprinzipien kommen zusammen: Abhyasa und vairygya. Abhyasa bedeutet so viel wie Disziplin oder Durchhaltevermögen. Du brauchst eine gewissen Portion Abhyasa, um auf Deinem Yoga-Weg Fortschritte zu machen und um Dir eine wirklich regelmässige Praxis zur Gewohnheit zu machen. Zu viel Abhyasa würde Dich aber starr und «engstirnig» werden lassen und Dich somit von Deinem Ziel fern halten. Deshalb brauchst Du genauso auch Vairagya. Vairagya bedeutet so viel wie Gelassenheit, Entspannung und losgelöst sein. Vairagya hilft Dir dabei, dass Du Freude an Deiner täglichen Praxis findest. Vairagya soll Dir dabei helfen mit Leichtigkeit Deine Praxis aufrecht zu halten und bringt Dir eine gesunde Nachsicht mit Dir selbst bei. Hatha Yoga Pranaflow beinhaltet diese beide Aspekte: kräftigende, fordernde Sequenzen und tief entspannte Haltungen. Beides wirkt klärend und stärkend zugleich.

Yin Yoga ist ein ein ruhiger Yoga-Stil, bei dem die Asanas (Körperhaltungen) grösstenteils liegend und sitzend ausgeführt und zwischen drei und sieben Minuten lang gehalten werden. Dieser Yogastil wirkt tief auf das Gewebe, ist sehr regenerierend und fördert die Entspannung.